Volkswagen-Werk startet E-Auto-Produktion



Foto: Oliver Killig
Foto: Oliver Killig

Heute startet Volkswagen die Serienproduktion des voll-elektrischen ID.31.

Im Beisein von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Konzernchef Dr. Herbert Diess wird das erste Fahrzeug am 4. November 2019 im Werk Zwickau vom Band laufen. Die Bundeskanzlerin wird sowohl am Festakt teilnehmen als auch die Fertigungslinie besuchen.

ID3 Workshop bei Volkswagen Sachsen im Werk Zwickau. Foto: Oliver Killig

Der ID.31 ist das erste Modell neuester Generation, das Volkswagen im Rahmen seiner weltweiten E-Offensive auf die Straße bringen wird. Als erster Volumenhersteller überhaupt stellt Volkswagen dafür eine große Automobilfabrik vollständig vom Verbrennungsmotor auf die Elektromobilität um. Die schrittweise Transformation des Standortes läuft bereits seit 2018 und ist im Jahr 2021 vollständig abgeschlossen. Zwickau wird damit zum größten und leistungsfähigsten E-Auto-Werk Europas.

„Mit dem Produktionsstart des ID.31 bricht für Volkswagen eine neue Ära an – vergleichbar mit dem ersten Käfer oder dem ersten Golf. Zwickau wird das Leitwerk für diese neue Ära der Automobilindustrie: Wir bauen das Werk schrittweise um – von 100 % Verbrennungsmotor auf 100 % Elektro-Antrieb. Damit leiten wir einen Systemwechsel in der Automobilindustrie ein, der sich über die nächsten ein bis zwei Jahrzehnte vollziehen wird“, sagt Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität der Marke Volkswagen.

Transformation zum größten E-Auto-Werk Europas

ID3 Workshop bei Volkswagen Sachsen im Werk Zwickau. Foto: Oliver Killig

Die Umstellung des Werks Zwickau erfolgt schrittweise und im laufenden Betrieb. Gestartet wurde der Umbau vor gut zwei Jahren. Seitdem wurden Karosseriebau, Lackiererei und Infrastruktur umfangreich modernisiert und erneuert. Unter anderem musste die gesamte Fördertechnik auf die Elektroautos vorbereitet werden. Zudem wurde die erste von zwei Fertigungslinien in der Montage umgestellt. Hier wird der ID.31 erstmals vom Band rollen. Mit rund 1.700 Robotern, fahrerlosen Transportsystemen und voll-automatisierten Fertigungsprozessen zeigt Zwickau, wie eine zukunftsweisende Volumenproduktion von Elektroautos heute aussieht.

Parallel läuft die Fertigung des klassischen Golf Variant noch bis Mitte 2020 weiter. Ab Sommer 2020 wird dann auch die zweite Fertigungslinie nach dem gleichen Muster auf die Produktion von E-Autos umgestellt und noch im selben Jahr in Betrieb genommen.

ID3 Workshop bei Volkswagen Sachsen im Werk Zwickau. Foto: Oliver Killig

Der Umbau des Werks kommt zügig voran und liegt voll im Zeitplan. In der finalen Ausbaustufe ab 2021 wird die Zwickauer Mannschaft bis zu 330.000 rein elektrische Autos pro Jahr fertigen. Dann werden in den Werkhallen sechs Modelle auf MEB-Basis für drei Konzernmarken gebaut: Volkswagen, Audi und SEAT. Zwickau wird damit zum größten und leistungsfähigsten E-Auto-Werk Europas.

Zwölf neue Hallen und Gebäude

ID3 Workshop bei Volkswagen Sachsen im Werk Zwickau. Foto: Oliver Killig

Zusätzlich zum Umbau der Fertigungslinien werden im Werk Zwickau insgesamt zwölf neue Hallen und Gebäude errichtet, um die geplante Steigerung der Produktionskapazität von 1.350 auf 1.500 Fahrzeuge pro Tag realisieren zu können. Das größte Einzelprojekt ist die Erweiterung des Presswerks: Ab 2021 können nahezu alle Pressteile für die in Zwickau produzierten Fahrzeuge vor Ort gefertigt werden. Die Investitionen dafür betragen rund 74 Millionen Euro, wobei ein Großteil der Kosten auf die neue Großpresse entfällt. Neu ist dabei der vollautomatische Umwandlungsprozess vom reinen Stahl bis zum Fertigteil. Insgesamt werden 50.000 Quadratmeter Hallenfläche neu errichtet. Rund 50 Partnerfirmen unterstützen beim Umbau.

Umbau des Zwickauer Werks im Video

Die Redaktion durfte vor Kurzem bereits das Werk und den Umbau auf die Fertigung des ID.3 besichtigen. Ein Video dazu gibt es hier.

  1. ID.3: Das Fahrzeug wird in Europa noch nicht zum Verkauf angeboten.

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