Leipzig lockt mit weltgrößtem Adventskalender



Der Leipziger Weihnachtsmarkt findet vom 22. November bis 22. Dezember 2011 in sechs Marktbereichen statt. Seine Tradition reicht bis in das Jahr 1458 zurück. Damit gilt er als zweitältester Weihnachtsmarkt Deutschlands. Leipzig (pts): Die seit Jahren größte Attraktion ist der mit 857 qm weltgrößte freistehende Adventskalender im Böttchergässchen, dessen Fenster von Leipziger Schulen gestaltet wurden. In diesem Jahr steht der Kalender unter dem Motto: „20 Jahre Mitteldeutscher Rundfunk“. Öffentlichkeitswirksam wird vom 1. bis 24. Dezember 2011 täglich 16.30 Uhr (am 24.12. um 11 Uhr) eines der 3 x 2 Meter großen Fenster geöffnet.

Wie vor fünfhundert Jahren fügt sich der Leipziger Weihnachtsmarkt auch heute harmonisch in die faszinierende historische Kulisse der Leipziger Innenstadt ein. Mit über 250 originell geschmückten Ständen wird er seinem Ruf als einer der größten und schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland gerecht. Traditioneller Hauptbereich des Weihnachtsmarktes ist der Marktplatz. Dort befinden sich auch eine etwa 20 Meter hohe Fichte aus der Region und die Marktbühne mit ihrem umfangreichen Weihnachtsprogramm.

Auf dem Augustusplatz bietet ein 38 Meter hohes Riesenrad einen einzigartigen Blick über Leipzig und im Salzgässchen lädt das historisch nachempfundene Etagenkarussell zu einer Fahrt ein. Die Besucher schätzen vor allem die Kinderfreundlichkeit des Leipziger Weihnachtsmarktes. Ob der Märchenwald an der Thomaswiese mit seinen vielen Erlebnisbereichen, die Weihnachtsmannsprechstunden Mittwoch bis Sonntag ab 16 Uhr auf der Marktbühne oder die Wichtel-Werkstatt im Stadtbüro Katharinenstraße: In Leipzig kommen die kleinen Besucher auf ihre Kosten. Aber auch für die Großen gibt es in diesem Jahr neben einem originellen und in seiner Vielfalt einzigartigen Warenangebot viele touristische Höhepunkte. Der historische Weihnachtsmarkt „Alt Leipzig“ bringt den Besuchern auf dem Naschmarkt die Kunst- und Handwerkstraditionen Leipzigs nahe. Auf dem Augustusplatz präsentiert sich ein finnisches Dorf mit landestypischen Köstlichkeiten wie Flammlachs und Glögi sowie Kultur.

Seit 1962 gehört außerdem die Ausstellung des Modelleisenbahnvereins (MEV) „Friedrich List“ Leipzig e.V. auf dem Augustusplatz zu den Attraktionen in der Weihnachtszeit. Auf dem Weihnachtsmarkt laden viele Leckereien wie ofenfrische Brezeln, Pulsnitzer Lebkuchen, Leipziger Glühwein, Marillen-Punsch oder die beliebte Feuerzangenbowlenpyramide auf dem Nikolaikirchhof zum Naschen und Verweilen ein. Besonders begehrt sind der erzgebirgische Weihnachtsschmuck sowie die große Auswahl an Spielwaren, Keramik und Gewürzen. Der Besucher sollte nicht versäumen, den traditionellen Posaunenbläsern zu lauschen, die vom Balkon des Alten Rathauses (täglich 18 Uhr, sonnabends und sonntags 13 Uhr und 18 Uhr) musizieren. Der weltberühmte Thomanerchor tritt in der Adventszeit mit Konzerten in der Thomaskirche auf. Der Leipziger Weihnachtsmarkt ist Montag bis Sonntag durchgehend von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Bis 22 Uhr darf „ausgetrunken“ werden. In der Tourist-Information ist ein Prospekt mit dem Veranstaltungsprogramm rund um den Leipziger Weihnachtsmarkt erhältlich. Weitere Informationen findet man im Internet: http://www.leipzig.de/weihnachtsmarkt und http://www.leipzigerweihnachtsmarkt.de.

Die erste nachweisbare Erwähnung des Leipziger Weihnachtsmarkts erfolgte im „Leipzigschen Geschichtsbuch“ (1714) durch Johann Jacob Vogel: „Anno 1458 hat Churfürst Friedrich Marggraff zu Meissen und Hertzog zu Sachsen den Weynachtsmarckt öffentlich ausgeschrieben und die Stadt wegen der geleisteten treuen Dienste so Ihme von dem Rathe und der Bürgerschaft erweisen damit begnadiget.“

Einen unterhaltsamen Blick auf die Entwicklung und die Höhepunkte des Leipziger Weihnachtsmarkts bietet die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „NÄHER dran“, die kostenlos in der Tourist-Information erhältlich ist und als E-Paper zur Verfügung steht: http://www.naeherdran-leipzig.de.