PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN: Johnny Depp im ausführlichen Interview



PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN

clip_image001

Johnny Depp spielt Captain Jack Sparrow in PIRATES OF THE CARIBBEAN: ON STRANGER TIDES („Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“, 2011).

Für Johnny Depp war PIRATES OF THE CARRIBEAN – FREMDE GEZEITEN schlicht ein Herzensprojekt. Zum vierten Mal spielt er in diesem Film Captain Jack Sparrow und genoss es, wieder in die Stiefel seines alten Freundes Jack steigen zu können.

„Nach dem Ende von PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD’S END („Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“, 2007) hatte ich die Hoffnung, Jack noch einmal darstellen zu können, irgendwo in meinem Hinterkopf. Gewissermaßen wartete ich nur darauf, dass jemand ein paar Jahre später wieder auf mich zukommen und mir sagen würde ‚Hey, wir haben folgende Idee…’“

Und zu Depps großem Vergnügen trat genau das schließlich auch ein. Produzent Jerry Bruckheimer, der als Steuermann alle Filme der Piratensaga auf die große Leinwand gebracht hatte, entwickelte zusammen mit den Drehbuchautoren Terry Rossio und Ted Elliott die neue Story auf der Basis von Tim Powers’ Roman „On Stranger Tides“ („In fremderen Gezeiten“) und stellte sie Johnny Depp vor. Nach seiner Zusage konnten für PIRATES OF THE CARRIBEAN – FREMDE GEZEITEN die Segel gesetzt werden.

Der Film ist ein eigenständiges Abenteuer über Jacks epische Reise auf der Suche nach der sagenumwobenen Quelle der Jugend. Eine Reise, auf der viele Gegner entschlossen sind, Jack aufzuhalten – darunter einige vertraute und einige neue Gesichter.

„Das zentrale Ziel ist es, die Quelle der Jugend zu finden“, konkretisiert Depp den Kern der Handlung. „Aber Jack ist nicht der Einzige, der sie finden will, neben ihm wollen das auch King George II, die Spanier und auch andere Piraten, wie zum Beispiel Blackbeard.“

Johnny Depp ist überzeugt, dass die Drehbuchautoren eine Geschichte für den Film entwickelt haben, die aufregend, spektakulär, witzig, romantisch und in Erzählstil und Erzähltempo dem Vorgängerfilm PIRATES OF THE CARIBBEAN: THE CURSE OF THE BLACK PEARL („Fluch der Karibik“, 2003) seine Reverenz erweist. Einem Film, der vor acht Jahren eine der erfolgreichsten Filmreihen des Gegenwartskinos begründete und vom Stapel laufen ließ.

„Meiner Ansicht nach ist die Geschichte geradliniger und einfacher“, führt Johnny Depp aus. „Im vierten PIRATES-Abenteuer ist alles etwas klarer angelegt, in seiner ganzen Art ähnelt es damit dem ersten Film. Wir führen die Charaktere ein und bewegen uns dann, ohne groß abzuschweifen, ohne zu viele Nebenhandlungen und Komplikationen einzubauen, von Punkt A über Punkt D zu Punkt Z.“

clip_image002

Jack Sparrow und die Möglichkeit, ihn darstellen zu können, nimmt in Depps Herzen einen besonderen Platz ein. „Ich fühle mich auf vertrautem Boden und sehr wohl dabei, Captain Jack spielen zu können“, erklärt der Superstar. „Denn im Grunde kann man dann alles sein, was man will. Man kann in jeder Situation völlig respektlos, subversiv und abstrakt sein, hat damit für die Arbeit ein echtes Sicherheitsnetz. Jack zu spielen, bereitet mir wirklich großes Vergnügen. Ich habe das jetzt schon ein paar Mal getan und kenne diesen Charakter deshalb so gut, dass sich die Darstellung ganz von selbst ergibt.“

Im Verlauf von 107 Drehtagen – ein gewaltiges Pensum – reiste das Produktionsteam um die Welt, von Hawaii nach Puerto Rico, von dort nach Los Angeles und schließlich nach London. In der britischen Metropole wurden die Dreharbeiten auch abgeschlossen, bevor sich Rob Marshall, Regisseur von CHICAGO („Chicago“, 2002) und NINE („Nine“, 2009), in den Schneideraum zurückzog, um dem Film den letzten Schliff zu geben.

Weil Gore Verbinski, Regisseur der ersten drei Teile der Piratenreihe, wegen einer Verpflichtung für ein anderes Projekt nicht mehr zur Verfügung stand, konnte nun ein anderer Filmemacher seinen eigenen Zauber in die Welt der Piraten einbringen. Und für Depp und auch seine Kollegen war Rob Marshall dafür die perfekte Wahl.

„Bestimmte Kandidaten wurden erwähnt“, erinnert sich Johnny Depp. „Und als Robs Name fiel, dachte ich nur ‚Jetzt haben wir ihn gefunden. Hoffentlich ist er auch ein netter Kerl.’ Ich habe alle Filme von ihm gesehen, er besitzt großes Einfühlungsvermögen. Wie er sich den Figuren annähert, ist einfach großartig und einzigartig, darüber hinaus ist sein ästhetisches Empfinden hervorragend ausgeprägt, und sein Timing ist perfekt. Wir haben uns also unterhalten, und von erstem Augenblick an wusste ich, dass er der Richtige war. Ich wusste es einfach.“

„Ich glaube, als Nachfolger für Gore hätte es keinen Besseren als ihn geben können“, setzt Depp seine Komplimente fort. „Was Gore mit den ersten drei Filmen aufgebaut hat, hat Rob sehr respektiert, sich aber gleichzeitig mit seiner eigenen Handschrift eingebracht. Er hat eine absolut neue Perspektive entwickelt, alles mit unverbrauchtem Blick betrachtet und einen neuen Look realisiert.“

Rob Marshalls eindrucksvolle berufliche Vita schließt auch Bühnen- und Musicalprojekte ein, und diese Erfahrungen waren nach Ansicht Johnny Depps von unschätzbarem Wert für die Choreographie der vielen Actionsequenzen in PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN. Wie der Schauspieler anmerkt, hatte Marshall eine klare Vision für den Film und erwartete, dass diese komplexen Sequenzen mit absolut perfektem Timing realisiert würden.

clip_image003„Er arbeitet unglaublich effizient – nach dem Motto ‚Bleiben wir am Kern der Geschichte dran und lasst uns Spaß haben, während wir das tun.’ Sein Gespür für Timing ist unglaublich. Und dieses wie auch sein Inszenierungsstil gründen sich auf seinem Wissen über Choreographie. Wenn man auch nur einen Sekundenbruchteil von seinen Vorstellungen abwich, reagierte er sofort“, erklärt Depp.

Zu Beginn des Films, im London des 18. Jahrhunderts, gibt es eine spektakuläre Verfolgungsjagd durch ein Labyrinth von Kopfsteinpflaster-Straßen. Dabei versucht Jack Sparrow, in gefährlicher Position auf Dach und Fahrersitz mehrerer Kutschen hockend, den Männern des Königs zu entkommen.

Depp arbeitete eng mit seinem Stuntdouble zusammen, übernahm aber viele dieser Verfolgungsszenen selbst. „Das ist wichtig, denn meine Figur hat eine ganz spezielle Körpersprache, die für mich auch bedeutsam ist. Obwohl das Stuntdouble seine Aufgabe perfekt beherrscht, muss man Captain Jacks Kopf ab und zu sehen können“, erklärt Depp lachend.

Humor, der über Körperbewegung und Körperausdruck entwickelt wird, ist ein wesentlicher Bestandteil der Entertainment-Mischung eines Films aus der PIRATES-Saga. Und genau diesen Humor liebt Depp, wie er offen zugibt: „Das tue ich. Ich liebe das, weil im Grunde all meine großen Helden aus der Stummfilmzeit stammen. Sie hatten noch nicht den Luxus der Sprache zur Verfügung, drückten alles mit Körpersprache aus.“

„Und das Schöne an den speziellen körperlichen Herausforderungen bei PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN war, dass Rob Marshall mit an Bord war. Er kommt aus der Welt des Tanzes und der Bewegung, bemerkt deshalb jede falsche Bewegung, jeden falschen Ton. Er war bei der Arbeit immer total engagiert, und in jedem einzelnen Moment war er großartig, ließ sich absolut nichts entgehen“, schwärmt Johnny Depp.

PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN führte Depp vor der Kamera wieder mit einigen Darstellern der Vorgängerfilme zusammen, darunter Kevin McNally als Joshamee Gibbs, als Jacks rechte Hand, und Geoffrey Rush in der Rolle von Jacks Erzfeind Captain Hector Barbossa.

„Kevin ist großartig, Joshamee ist Jacks Stellvertreter und ihm stets loyal ergeben“, erzählt Depp. „Und dann gibt es ja auch noch dieses großartige Dilemma zwischen Jack und Barbossa.“

In der Vergangenheit waren Jack und Barbossa Todfeinde, aber in PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN gehen sie auf der Suche nach der Quelle der Jugend eine unsichere und instabile Allianz ein. Und Depp liebt sichtbar diese Verbalduelle mit Rush vor der Kamera.

clip_image004„Jack und Barbossa verbindet eine Art Hassliebe. Das ist fast schon auf dem Level einer Dynamik, wie man sie aus den Filmen mit Abbott und Costello kennt. Ich hatte schon immer den Eindruck, dass Geoffrey und ich für die PIRATES-Filme besetzt wurden, damit wir wie alte Hausfrauen in einem Bridge Club herumstreiten können.

„Wir hacken ständig und bei jedem Bisschen aufeinander ein, und ganz sicher ist er ein würdiger Gegner. In diesem Film hat sich Barbossa ziemlich verändert – und das nicht zum Besseren. Jede Figur folgt hier irgendwie nur ihrem eigenen Interesse“, erklärt Johnny Depp.

„Geoffrey ist ein fantastischer Schauspieler, der fortwährend erforscht, welche Möglichkeiten eine Szene bietet. Mit ihm gibt es immer einen frischen Ansatz, immer etwas Neues und Interessantes.“

Ein weiterer Veteran der PIRATES-Reihe ist Rock’n’Roll-Legende Keith Richards. Der Gitarrist der Rolling Stones tauchte als Captain Teague, als Jacks eigenwilliger und unberechenbarer Vater, erstmals im dritten Film der Saga, in PIRATES OF THE CARIBBEAN: AT WORLD’S END („Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“, 2007) auf. Und sehr zum Vergnügen Johnny Depps gibt es im vierten Abenteuer ein Wiedersehen mit ihm.

„Keith wollte nur allzu gerne zurückkommen, solange das im Rahmen der Geschichte auch Sinn machte“, erzählte Depp lächelnd. „Ich finde, Terry [Rossio, einer der Autoren] hat seine Rückkehr wunderbar gelöst. Denn erneut taucht er genau zum richtigen Zeitpunkt auf und kümmert sich um seinen Jungen, passt auf Jack auf.“

„Ich habe Keith 1994 oder 1995 kennengelernt. Wir sind damals schnell Freunde geworden und hingen in den folgenden Jahren zusammen herum. Es war großartig, ihn bei PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN wieder mit an Bord zu haben, denn er war wunderbar und es hat mit ihm so großen Spaß gemacht.“

„Er ist faszinierend“, fährt Johnny Depp fort. „Ich kenne ihn schon sehr lange, und wenn man die Gelegenheit bekommt, mit ihm allein herumzuhängen, mit ihm im Schauspielerwohnwagen über Musik, Filme oder alles Mögliche zu quatschen, ist das eine reine Freude.“

Zu diesem neuen Piratenabenteuer stießen auch viele neue Charaktere hinzu. Penélope Cruz spielt Angelica, eine Frau aus Jacks bewegter Vergangenheit, die ihre eigenen Pläne verfolgt und Jack in jeder Hinsicht ebenbürtig ist. Depp und Cruz haben zuletzt vor zehn Jahren bei BLOW („Blow“, 2001) zusammengearbeitet, blieben danach aber enge Freunde.

„Penélope ist pure Dynamik, darauf kann man sich verlassen“, erzählt Depp lächelnd. „Wir haben vor Jahren gemeinsam einen Film mit dem Titel BLOW gedreht, und es war wunderbar, damals mit ihr zu arbeiten, wie auch jetzt, sie bei PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN wiederzusehen. Sie ist wirklich eine reine Freude.“

clip_image005Und Depp fährt mit einer Baseball-Analogie fort: „Penélope ist eine echte Schlagfrau. Man kann alles Mögliche hinauf in die Atmosphäre werfen, sie wird sich etwas schnappen und es dann als Curveball zurückschlagen, in dieser Hinsicht ist sie sehr stimulierend. Ich verehre sie, sie gehört zu meinen besten Freunden, und es war großartig, sie hier dabeihaben zu können.“

Eine weitere neue Figur ist Blackbeard, einer der gefürchtetsten Piraten aller Zeiten, der lustvoll von Ian McShane verkörpert wird. „Das Schöne an der Figur von Blackbeard ist, dass er von außen betrachtet ein rational handelnder Mann zu sein scheint“, beschreibt Johnny Depp den Widersacher von Captain Jack Sparrow. „Je besser man ihn aber kennenlernt, desto mehr wird einem klar, dass er ein eiskalter, absolut herzloser Killer ist. Um seine Ziele zu erreichen, würde er jeden betrügen und verraten, und genau das macht ihn so gefährlich.“

„Blackbeard war der wildeste und gemeinste von allen, das ist historisch belegt. Er kannte keinerlei Grenzen, war völlig unberechenbar. Und meiner Ansicht nach gibt es keinen Schauspieler, der ihn besser hätte darstellen können als Ian McShane.“

„Ian war einfach zum Brüllen, es machte riesigen Spaß, ihn um sich zu haben. Ich glaube ‚erfahren und reif’ sind die Wörter, die ihn am besten beschreiben. Denn er hat schon alles gespielt, ist schon sehr lange dabei. Er liebt die Schauspielerei immer noch, liebt seine Arbeit und macht sie wirklich gut – fehlerlos, mühelos und makellos.“

Das Produktionsteam stellte die Kameras an einigen historischen Wahrzeichen im Londoner Stadtteil Greenwich auf, darunter auch am Royal Naval College. Hier wurde eine Sequenz gedreht, die dann mit den Verfolgungsszenen verknüpft wurde, die man auf einem riesigen Dock-Set in den Pinewood Studios gefilmt hatte.

„Ich finde das interessant, Jack auf Londons Straßen zu sehen. Es ist interessant, ihn in einem Pub in London und damit auch in großer Nähe zum König von England zu sehen“, lacht Johnny Depp.

„Deshalb hielt ich es für eine tolle Idee, dort zu drehen. Und am Royal Naval College zu filmen, war absolut großartig – für mich war das eine Art Zeitreise. Es sah einfach perfekt aus.“

Während der Dreharbeiten in Greenwich erschien Depp im Outfit von Captain Jack Sparrow an einer Londoner Grundschule – zur freudigen Überraschung der Kinder. Die neunjährige Beatrice Delap, Schülerin an der Meridian Primary School, hatte mitbekommen, dass Depp ganz in der Nähe drehte und Captain Jack in einem Brief um Hilfe gebeten.

„Wir hier, in der Meridian Grundschule, sind ein Haufen angehender junger Piraten“, schrieb das Mädchen. „Und wir haben unsere Schwierigkeiten damit, eine Meuterei gegen die Lehrer anzuzetteln. Es wäre toll, wenn Sie vorbeikommen und uns zur Seite stehen könnten.“

Genau das taten Johnny Depp, ein paar Crewmitglieder und Statisten des Films dann auch. Sie überraschten Beatrice und ihre Mitschülerinnen auf einer eiligst zusammenberufenen Schulversammlung.

„Das war nett“, erinnert sich Depp. „Und das Schöne daran war, dass sich alles so unschuldig entwickelt hatte. Dieser kleine Brief ging aus der Schule an das Produktionsteam, von dort an einen meiner Mitarbeiter. Ich las ihn und dachte nur ‚Das müssen wir machen.’ Die Schule war ja nur etwa 270 Meter entfernt. So gingen ein paar Freunde und ich als Piraten verkleidet hinüber und improvisierten dort für 15 bis 20 Minuten. Es war großartig, und die Kinder waren einfach süß.“

Dass einige Szenen in London gedreht wurde, war aber nicht die einzige Premiere für Johnny Depp. „PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN wurde komplett in 3D gedreht. Ich stand zum ersten Mal vor 3D-Kameras, denn ALICE IN WONDERLAND („Alice im Wunderland“, 2010) war nachträglich zu 3D konvertiert worden. Es ist schon ein Unterschied, aber auch ein interessanter Prozess.“

„Wann immer in den letzten 25 Jahren eine Kamera mit neuem Filmmaterial geladen werden musste, setzte man dafür an der Rückseite ein riesiges Magazin auf. Jetzt braucht man dafür nur einen Computerchip. Das ist interessant und faszinierend, weil sich das eigene Verhältnis zur Linse verändert“, erläutert Depp.

clip_image006Depp betont, dass es alle vier Filme der Piratensaga ohne Produzent Jerry Bruckheimer nie gegeben hätte: „Jerry kennt sich mit diesen Filmen sehr gut aus. Ich war mit ihm in zahllosen Drehbuchbesprechungen, und nie schlug er einen falschen Ton an, immer hatte er interessante Einfälle. Und hat man ein Problem, ist er immer derjenige, der sagt ‚Mach’ dir keine Sorgen, wir kümmern uns darum’. Am besten fasst man seine Qualitäten zusammen, indem man feststellt, dass er ein echter Produzent ist. Er ermöglicht uns allen eine Arbeitsatmosphäre, die uns dabei hilft, etwas Interessantes und Anderes machen zu können.“

Für Johnny Depp war es eine pure Freude, wieder in die wundersame Welt der PIRATES OF THE CARIBEAN – Reihe eintreten zu können, deshalb schließt er auch eine zukünftige Rückkehr als Captain Jack nicht aus. Tatsächlich gibt er zu, nach Beendigung der Dreharbeiten zu PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN, als er Jack zurücklassen musste, ein kleines Verlustgefühl gespürt zu haben.

„Wenn man aufgehört hat, Captain Jack zu spielen und diese Rolle ablegt, stellt sich ein echter Druckabfall ein. Bis zu einem gewissen Grad trifft das auf alle Figuren zu, die man spielt. Aber besonders bei Jack ist es fast unangenehm, wieder aus dieser Rolle zu schlüpfen, denn ich fühle mich wohl in seiner Haut. Ich habe das wirklich genossen.“

„Und die Vorstellung, wieder in Jacks Stiefel zu steigen, ist keine unangenehme. Ich liebe diese Figur und habe nicht das Gefühl, dass uns die Ideen für neue Situationen oder Geschichten ausgehen könnten. Je nachdem, wie das Drehbuch ausfällt und was wir uns einfallen lassen würden, würde ich eine Rückkehr ganz sicher in Betracht ziehen.“

ÜBER DEN FILM

PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN, der von Jerry Bruckheimer produziert und von Rob Marshall inszeniert wurde, steht mit Spaß, Abenteuer und Humor ganz in der Tradition der unwiderstehlichen Mischung, die schon den ersten Film zum Hit machte – diesmal aber in Disney Digital 3DTM. Johnny Depp ist wieder in seiner Kultrolle als Captain Jack Sparrow zu sehen in diesem mit Action vollgepacktem Abenteuer, auf dem sich sein Weg (und Schwert) mit der rätselhaften Angelica (Penélope Cruz) kreuzt. Als sie ihn zwingt, an Bord der Queen Anne’s Revenge, des Schiffs des legendären Piraten Blackbeard (Ian McShane), zu gehen, findet sich Jack auf einer für ihn völlig unerwarteten Reise zur sagenumwobenen Quelle der Jugend wieder. Auf dieser Reise muss Jack jede nur erdenkliche List anwenden im Umgang mit dem barbarischen Blackbeard, dessen Zombie-Crew, mit Angelica, der hinreißenden Piratin, mit der er eine zweifelhafte Vergangenheit teilt, und schließlich auch im Umgang mit wunderschönen, betörenden Meerjungfrauen, die mit meisterlicher List selbst den erfahrensten Seemann ins Verderben locken können. Zur internationalen Besetzung gehören zwei Veteranen der Piratenreihe, Geoffrey Rush als unzerstörbarer Captain Hector Barbossa und Kevin R. McNally als Captain Jacks langjähriger Verbündeter und Kamerad Joshamee Gibbs. Neu im Darstellerteam sind unter anderem Sam Claflin als tapferer Missionar sowie Astrid Bergès-Frisbey als rätselhafte Meerjungfrau.

PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN ist eine Koproduktion von Walt Disney Pictures und Jerry Bruckheimer Films und ist ab 22. September 2011 auf DVD, Blu-ray, Blu-ray 3D sowie als Download erhältlich. Ted Elliott und Terry Rossio schrieben die Story und das Drehbuch, griffen dabei auf Charaktere zurück, die sie selbst in Zusammenarbeit mit Stuart Beattie und Jay Wolpert erschaffen hatten. Anregungen für Story und Drehbuch fand das Autorenduo bei Tim Powers’ Roman „On Stranger Tides“ („In fremderen Gezeiten“).